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Häufig gestellte Fragen an die Feuerwehr Mammendorf

Häufig gestellte Fragen an die Feuerwehr Mammendorf

Die Freiwillige Feuerwehr Mammendorf wird mit der Drehleiter häufig zu Einsätzen mit dem Alarmstichwort „B BMA“ alarmiert. Wenn sich die Alarmierungen für ein bestimmtes Objekt in einem kurzen Zeitraum häufen stellen sich in der Bevölkerung oft die Fragen ob diese Alarmierungen alle notwendig sind bzw. wer die Kosten hierfür trägt.

Hier einige Erläuterungen aus Sicht der Freiwilligen Feuerwehr Mammendorf:

Durch wenn erfolgt die Alarmierung der Feuerwehren?
In ganz Bayern wurden flächendeckend Integrierte Leitstellen (ILS) eingerichtet, damit die Bürgerinnen und Bürger über die gemeinsame Notrufnummer 112 Hilfe durch Feuerwehr und Rettungsdienst anfordern können. Dadurch können bei einem Brand oder medizinischen Notfall aus einer Hand schnell und gezielt diejenigen Einsatzkräfte alarmiert werden, die am besten helfen können und am schnellsten vor Ort sind.
In den Integrierten Leitstellen arbeiten qualifizierte Mitarbeiter mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik und tragen damit wesentlich zu Schutz und Sicherheit der Menschen in Bayern bei. Die Feuerwehr Mammendorf wird durch die ILS in Fürstenfeldbruck alarmiert. Die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck ist zuständig für die Abwicklung der Einsätze des Rettungsdienstes und die Alarmierung der Feuerwehren in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg. Diese vier Landkreise haben hierfür einen Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung gegründet.

Was ist eine Brandmeldeanlage (BMA)?
Wie oben erwähnt erhält die ILS die Informationen über den Notruf 112 durch eine Hilfesuchende Person oder auch automatisiert durch Brandmeldeanlagen. Brandmeldeanlagen sind technische Anlagen, die bei Brandausbruch oder bei akuter Brandgefahr die Feuerwehren alarmieren sollen. Die BMA muss an eine öffentliche Alarmierungseinrichtung (ILS) angeschlossen sein. Meistens werden Brandmeldeanlagen in besonders gefährdeten Gebäuden, wie Flughäfen, Bahnhöfen, Universitäten, Schulen, Firmengebäuden, Fabrikhallen, Altenwohnheimen oder Krankenhäusern installiert. Die Pflicht zu einem Einbau einer auf die Feuerwehr aufgeschalteten Brandmeldeanlage ist im Bauordnungsrecht im Rahmen von Sonderbauvorschriften geregelt. Gegebenenfalls kann die Bauaufsicht den Einbau einer Brandmeldeanlage mit der Baugenehmigung fordern. Sie kann auch aus versicherungstechnischen Aspekten zur Begrenzung einer Versicherungsprämie vorgesehen werden.

Was bedeutet das Alarmstichwort „B BMA“?
Bei der ILS ist eine Vielzahl an Alarmstichwörter für die verschiedensten Einsatzarten hinterlegt. Je nach Alarmstichwort werden die notwendigen Einsatzkräfte und Einsatzmittel alarmiert. Die ILS alarmiert bei Alarmen durch Brandmeldeanlage nach dem Alarmstichwort „B BMA“. „B“ steht für „Brand“ und „BMA“ für Brandmeldeanlage.

Warum wird die Feuerwehr Mammendorf mit der Drehleiter auch auswärts zu diesen Einsätzen alarmiert?
Wie oben erwähnt werden bei dem Alarmstichwort „ B BMA“ die notwendigen Einsatzkräfte und Einsatzmittel alarmiert. Dazu gehört zum Beispiel eine bestimmte Menge an auf den Feuerwehrfahrzeugen mitgeführtes Löschwasser, 8 Atemschutzgeräteträger, 1 Wärmebildkamera, 1 Hochdrucklüfter, aber auch besondere Feuerwehrfahrzeuge wie einen Einsatzleitwagen und eine Drehleiter. Natürlich besitzt nicht jede Kommune eine eigene Drehleiter. Insbesondere kleine Gemeinden wie bei uns im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck haben keine eigene Drehleiter. Daher hat der Landkreis Fürstenfeldbruck diese Aufgabe übernommen und eine Drehleiter beschafft. Die Feuerwehr Mammendorf hat sich bereit erklärt die Bedienung der Drehleiter zu übernehmen. Somit wurde diese Drehleiter auch in Mammendorf stationiert. Das Einsatzgebiet umfasst in etwa die Gemeinden Kottgeisering, Türkenfeld, Landsberied, Moorenweis, Althegnenberg, Hattenhofen, Jesenwang, Mittelstetten, Oberschweinbach, Adelshofen, Egenhofen sowie die Gemeinde Geltendorf im Landkreis Landsberg und die Gemeinden Pfaffenhofen und Odelzhausen im Landkreis Dachau. Etwa 41.000 Menschen leben in diesen Gemeinden. Wird aufgrund des Alarmstichwortes eine Drehleiter benötigt rückt die Feuerwehr Mammendorf mit ihrer Drehleiter und einem Löschgruppenfahrzeug als Begleitfahrzeug dorthin aus. Aber auch zur Unterstützung der Feuerwehren im östlichen Landkreis Fürstenfeldbruck wird die Drehleiter aus Mammendorf hinzuzogen (z. B. Pfingsthagelunwetter 2019 in Germering und Puchheim).

Wer trägt die Kosten für BMA-Einsätze?
Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht kostenlos. Feuerwehrfahrzeuge müssen finanziert werden, Ausrüstung und Dienstkleidung der freiwilligen Mitglieder sowie Aus- und Fortbildung. Der Art. 28 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes (BayFwG) regelt den Ersatz von Kosten bei Feuerwehreisätzen. Demnach können die Gemeinden (nicht die Feuerwehr, sie ist aber eine öffentlich rechtliche Einrichtung der Gemeinde) in bestimmten Fällen Kostenbescheide für die Einsätze erheben. Zum Beispiel bei Falschalarmen durch Brandmeldeanlagen. Falschalarme werden wie folgt definiert:
• Ansprechen auf mit einem Brand typischerweise verbundene Erscheinungen wie Rauch, Hitze usw. ohne dass ein Brand vorliegt,
• durch das allgemeine Risiko technischer Störungen, z. B. Auslösung durch Kurzschuss
• Nachlässigkeit in der Wartung der Anlage,
• Falsche Auswahl und Planung der Meldeanlage,
• Höhere Gewalt, z. B. Blitzschlag, Erschütterungen
Der Betreiber der Brandmeldeanlage ist in diesen Fällen für die Kostentragung verpflichtet. Die Höhe der Kosten richtet sich hier nach der gemeindlichen „Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen gemeindlicher Feuerwehren“ (KSFw). Der Aufwendungs- und Kostenersatz setzt sich aus Strecken- und Ausrückestundenkosten für Feuerwehrfahrzeuge sowie Personalkosten für die Ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden zusammen. Ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 wird zum Beispiel bei der Gemeinde Mammendorf mit einem Stundensatz von 102,05 € berechnet. Der ehrenamtliche Feuerehrdienstleistende mit 24,00 €.

Werden die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute für diese Einsätze finanziell entschädigt?
Zwar berechnet die Gemeinde für jeden ehrenamtlich tätigen Feuerwehrdienstleistenden 24,00 € pro Einsatzstunde. Die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute werden jedoch hierfür nicht entschädigt. Ehrenamtlichkeit bedeutet, dass der Feuerwehrdienst nicht hauptberuflich als Existenzgrundlage der Feuerwehrdienstleistenden geleistet wird. Wesensmerkmal der Ehrenamtlichkeit ist, dass der Dienst unentgeltlich geleistet wird. Die Einnahmen verbleiben bei der Gemeinde, da es für die Ausrüstung und Dienstkleidung der freiwilligen Mitglieder sowie Aus- und Fortbildung verwendet wird.

Rücken die Feuerwehrleute noch aus wenn sie häufig zu Fehlalarmen bei einem bestimmten Objekt alarmiert werden?
Ja, die Feuerwehr muss trotz der häufige Fehlalarme bei einem Objekt mit Brandmeldeanlage weiterhin ausrücken. Es ist ja nicht auszuschließen, dass es sich dann doch mal um einen richtigen Einsatz handelt. Die Feuerwehrleute sind jedoch sehr frustriert von den häufigen Fehlalarmierungen durch die Brandmeldeanlagen. Viele aktive Feuerwehrleute kommen inzwischen schon gar nicht mehr zum Feuerwehrhaus, wenn eine automatische Brandmeldeanlage den Alarm ausgelöst hat. Schließlich sind sie bei diesem Ehrenamt auch auf das Entgegenkommen ihrer Arbeitgeber angewiesen – und auch die reagieren zunehmend genervt, wenn es wieder mal ein Fehlalarm ist. Man dürfe auch nicht vergessen, was ein solch überflüssiger Einsatz alles an Arbeit nach sich zieht, schließlich geht es nicht nur um eine kurze Stippvisite am Einsatzort.
Jedes Mal beispielsweise müssen die Atemschutzmasken – die vielleicht gerade einmal drei Minuten getragen wurden – wieder gewaschen, desinfiziert, getrocknet, geprüft und wieder eingeschweißt werden.

Wie wird die Freiwillige Feuerwehr alarmiert?
Im Normalfall erfolgt die Alarmierung der Feuerwehrleute als sogenannte “stille Alarmierung” über Funkmeldeempfänger oder einer Alarmierungs-App auf dem Handy, so dass die Bürger dadurch nicht gestört werden. Nur in seltenen Ausnahmefällen erfolgt noch die “laute” Alarmierung über Sirene.

Haben Sie daher bitte Verständnis, wenn
• die Feuerwehrleute bei einer Alarmierung mit ihrem privaten PkW etwas zügiger unterwegs sind, um schnell zum Feuerwehrhaus zu gelangen
• die Parkplätze am Feuerwehrhaus für die Einsatzkräfte reserviert sind
• wegen der Berufstätigkeit der Mitglieder Übungen nur nach Feierabend stattfinden können und daher auch mal nach 21.00 Uhr noch eine Pumpe oder ein Aggregat läuft
Dies alles dient Ihrer Sicherheit!

Warum fährt die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle?
Haben Sie sich nachts auch schon mal geärgert, dass “die von der Feuerwehr” mit Blaulicht und Martinshorn ausrücken und Sie aus Ihrem wohlverdienten Schlaf aufschrecken?
Dann sollten Sie wissen:
• nur mit Blaulicht und Martinshorn darf die Feuerwehr erwarten, dass andere Verkehrsteilnehmer ihr die Vorfahrt überlassen und den Weg frei machen. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung so vor. Das gilt auch nachts. Sie können sich wieder umdrehen und weiterschlafen, in der Gewissheit, dass sich gerade andere Bürger um Ihre Sicherheit kümmern.
• auch die Feuerwehrleute haben vor 5 Minuten noch zuhause geschlafen und müssen morgens wieder zur Arbeit — eventuell nach einem anstrengenden Einsatz.

Warum freiwillig und nicht berufsmäßig?
Eine Berufsfeuerwehr verfügt über einen Löschzug mit 16 Mann Besatzung. Und ganz wichtig: Sie muss Tag und Nacht bereitstehen. Das kostet Geld. Die Gemeinde Mammendorf kann sich einen solch kostspieligen Dienst nicht leisten. Aus diesem Grund sind nur Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern oder kreisfreie Städte verpflichtet, eine Berufsfeuerwehr zu unterhalten.
Wollte man bundesweit die freiwilligen Feuerwehren durch Berufsfeuerwehren ersetzen, wäre das für die Gemeinden nicht finanzierbar, ohne auf wichtige Sicherheitsstandards zu verzichten. Löschzüge gäbe es nur in größeren Städten. Die Anfahrt würde oft mehr als eine halbe Stunde dauern. Durch die Vielzahl der freiwilligen Feuerwehren kann ein Einsatzzug aber innerhalb von 15 Minuten vor Ort sein. Ohne freiwillige Feuerwehren wären die Menschen in Deutschland heute katastrophal unterbetreut. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung wird ausschließlich von “Freiwilligen” betreut.
Wie eine Statistik von 2015 zeigt, gibt es bundesweit mehr als 24.000 freiwillige Feuerwehren mit etwa einer Million Mitgliedern. Da über 30 Prozent der Gesamtbevölkerung in Städten lebten, reicht die Kapazität der gerade mal 107 Berufsfeuerwehren längst nicht aus.

Was bedeutet das eigentlich genau, “Freiwillige Feuerwehr”?
Viele Bürger verbinden mit der “Feuerwehr” immer noch hauptsächlich eine “Berufsfeuerwehr”, wie sie aus großen Städten oder aus Film und Fernsehen bekannt ist: die Mannschaften stehen dort rund um die Uhr im Schichtdienst auf der Feuerwache bereit und rutschen bei der Alarmierung schnell die bekannten Stangen hinunter in die Fahrzeughalle, besetzen den Löschzug und fahren zur Einsatzstelle.
Leider hat diese Vorstellung mit der Mehrzahl der Feuerwehren in Deutschland nichts zu tun: Berufsfeuerwehren gibt es nämlich in der Regel nur in Großstädten ab 100.000 Einwohnern. Die nächsten Berufsfeuerwehren bei uns im Umkreis finden sich demnach in München und Augsburg. Diese hätten Anfahrtszeiten nach Mammendorf von über 30 Minuten, was im Ernstfall natürlich deutlich zu lange wäre.
Die meisten Bürger in Deutschland — so auch in Mammendorf — werden nicht von einer Berufsfeuerwehr beschützt, sondern von einer Freiwilligen Feuerwehr.

Freiwillige Feuerwehr, das heißt:
• im Unterschied zu einer Berufsfeuerwehr ist das Feuerwehrhaus nicht rund um die Uhr besetzt, sondern
• müssen die Feuerwehrleute im Falle eines Alarms erst von zuhause, aus der Freizeit oder von ihrer Arbeitsstelle aus zum Feuerwehrhaus eilen
• sind die Feuerwehrleute ehrenamtlich tätig und erhalten keinen Lohn oder Gehalt

Allerdings gilt auch für die Freiwilligen genauso wie für die Berufsfeuerwehr:
• Die Feuerwehrleute sind gut ausgebildet, um bestmöglich helfen zu können
• Die Feuerwehr ist schnell, denn in Bayern muss sie in der Regel spätestens 10 Minuten nach Notrufeingang bei einer Integrierten Leitstelle an der Einsatzstelle sein.

Die Freiwillige Feuerwehr Mammendorf steht 365 Tage im Jahr, 7 Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Sie bekommen also professionelle Hilfe von Mitbürgern, die dies freiwillig und ehrenamtlich tun!

Die Gemeinde Mammendorf ist für die Aufstellung der Feuerwehr und deren Ausstattung mit der notwenigen Ausrüstung zuständig

Wenn nicht freiwillig, dann Pflicht
Es gibt aber auch Pflichtfeuerwehren. Sie sind recht selten und werden nur eingerichtet, wenn sich keine Freiwilligen zur Feuerwehr melden. In solchen Fällen werden Personen zwischen 18 und 60 Jahren von der Gemeinde zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Leute bestimmter Berufsgruppen, wie zum Beispiel Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisation, können sich von der Pflicht befreien lassen.

Wie werde ich Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Mammendorf?
“Ehrenamtlicher Freiwilliger” kann werden, wer mindestens 14 Jahre alt ist und nicht älter als 65. Körperliche und geistige Fitness ist Voraussetzung. Dann heißt es Disziplin zeigen: Feuerwehrleute sind verpflichtet an Übungen, Lehrgängen und Einsätzen teilzunehmen. Zur Ausbildung gibt es in Bayern drei Feuerwehrschulen. Daneben werden viele Lehrgänge auch im Landkreis Fürstenfeldbruck angeboten. Schließlich gibt es natürlich auch die Ausbildung bei der Feuerwehr Mammendorf am Standort Feuerwehrhaus.

Und was können Sie für uns Feuerwehrleute tun?
Am besten, Sie beteiligen sich aktiv!
Werden Sie Feuerwehrdienstleistender der Freiwilligen Feuerwehr Mammendorf, auch wenn Sie bislang nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten!
Auch “Quereinsteiger” sind bei uns willkommen!
Kommen Sie einfach zu unseren Übungen jeden Dienstag ab 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus, Augsburger Straße 52 vorbei und informieren Sie sich! Wir freuen uns auf Sie!

Sie würden die Feuerwehr gerne unterstützen, können das aber zeitlich unmöglich mit Ihrem Beruf oder Ihrer Familie vereinbaren?

Dann werden Sie doch Fördermitglied im Feuerwehrverein “Freiwillige Feuerwehr Mammendorf e.V.”!

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Christian Huber
Kommandant
Freiwilligen Feuerwehr Mammendorf
kommandant@feuerwehr-mammendorf.de

Wolfgang Blum
Vorsitzender
Freiwillige Feuerwehr Mammendorf e. V.
verein@feuerwehr-mammedorf.de